DONGÓ moped, 38 cm³, 1954

DONGÓ moped, 38 cm³, 1954

Der Einzylinder-Zweitaktmotor, den man nachträglich auf das Fahrrad montieren konnte, wurde in Székesfehérvár, in der Jagdpatronenfabrik des ehemaligen Rüstungsbetriebs nach italienischem Vorbild angefertigt. Bei eingeschaltetem Antrieb trieb der Motor, der unter den Pedalantrieb montiert wurde, das Hinterrad mittels des auf den Gummireifen fest befestigten Frikitonsrades an.
Zum Anspringen des Motors musste das Fahrrad durch das Treten der Pedale auf eine bestimmte Geschwindigkeit gebracht werden. Der Kettenantrieb mit Pedalen funktionierte natürlich weiterhin, und man benötigte ihn auch oft – bergauf und bei regelmäßig eintretenden Motordefekten (Vergaserverstopfung und –überlaufen, ölige Zündkerze. Nicht nur der Zylinder, sondern auch der Kolben des Kleinkraftrades wurde aus Gusseisen hergestellt, seine Leistung überstieg kaum eine halbe Pferdestärke. Die DONGÓ-Mopeds wurden in der Jagdpatronenfabrik bis Mai 1957 produziert, insgesamt haben etwas mehr als 60.000 Exemplare die Fabrik verlassen.

Fotó: Maróti József
Fotó: Maróti József