WM-CSEPEL 100 Túra, 98 cm³, 1947

WM-CSEPEL 100 Túra, 98 cm³, 1947

In den WM-Werken in Csepel wurde in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg – verständlicherweise unter äußerst schwierigen Umständen – der Motorblock 100/L aus der Zeit vor dem Krieg so umgebaut, dass das Motorrad über Fußschaltung verfügte und durch Treten des Pedals angetrieben wurde. Anstatt des früher verwendeten Blechrahmens, der als schwach galt, wurde ein massiver Doppelrohrrahmen konstruiert.
Das 43 kg schwere Kleinkraftrad mit einer Leistung von 3 PS war ein Typ aus Csepel, der noch den Namen des damaligen Besitzers Manfred Weiss trug. Das Modell 100 Tour wurde praktisch ausschließlich aus ungarischen Einzelteilen hergestellt. Sogar der Großteil der Armaturen wurde in der WM-Fabrik angefertigt. Nach der Verstaatlichung im Jahre 1948 hatte bei dem Unternehmen, das bei der Motorradherstellung immer eine führende Position besaß, ein grundsätzlich neues Zeitalter begonnen.

Fotó: Maróti József
Fotó: Maróti József